Werkzeugeinsatz, soziale Kompetenz, Tempo und Präzision bei der Umsetzung von Arbeitsanweisungen: Die Potentialanalyse beim DRK in Borken wartete mit einigen Herausforderungen für die Schüler und Schülerinnen der 8a und 8b auf.

   

An sieben verschiedenen Stationen durften die Achtklässler ihre Fähigkeiten erkunden. Dabei immer angeleitet und beobachtet von erfahrenen Mitarbeitern des DRK. An einer Station mussten Drahtstücke in eine bestimmte Form gehämmert werden. Eine andere Aufgabe bestand darin, die Aufteilung der Zimmer in einer WG zu besprechen und zu planen. Wieder eine andere darin präzise mit einer Schablone zu arbeiten. Das Ziel der Aktivitäten: Die eigenen Potentiale zu erkennen und einzuschätzen, um bei den ersten Schritten Richtung Berufswahl nicht im Dunkeln zu tappen.

„Wir sind froh, dass alles so gut geklappt hat und das unter den neuen Corona-Bedingungen“, resümiert die Leiterin Cornelia Lange. Über Monate waren die Räume für solche Aktivitäten geschlossen geblieben. Nun konnte mit Maske, Abstandsregeln und einer Aufteilung in sehr kleine Gruppen erstmals wieder eine Potentialanalyse realisiert werden. Die Schüler sind froh. „Ich hätte nie gedacht, dass ich so genau mit dem Hammer arbeiten kann“, freut sich eine Schülerin. „Rechnen ist sonst nicht meine Lieblingsbeschäftigung, aber die Aufgaben, die wir hier am PC bearbeiten konnten, haben mir echt Spaß gemacht“, wundert sich ein anderer Schüler. Einsichten, die das Blickfeld für die berufliche Zukunft weiten und öffnen können.

Nach einer Einführung in das Thema und Auseinandersetzung mit der Frage „Was/Wie ist ein guter Christ?“ haben sie die Schülerinnen und Schüler der 9b eine Person gesucht, die ein christliches Vorbild sein könnte. Einige Gruppen haben auf vorbereitete Texte zurückgegriffen, die die Lehrerin angeboten hatte, andere haben sich selbst Personen überlegt, die geeignet sein können. Nach gründlicher Auseinandersetzung mit Leben, Wirken und Bedeutung „ihrer“ Person sollten die Gruppen diese ihren Mitschülern in einem „Museumskoffer“ präsentieren.

       

Dazu galt es Gegenstände zu finden, die bestimmte Erlebnisse oder Eigenschaften der Person symbolisierten. Es sollten Tagebucheinträge erdacht werden, die ein wichtiges Ereignis im Leben des Nachfolgechristen herausgreifen, und es sollte ein Brief an die Person oder aus Sicht der Person an jemand anderen geschrieben werden, der ihre Bedeutung – als christliches Vorbild - deutlich macht. In einer Legende sollten die Gegenstände und Schriftstücke erläutert werden, in welchem Zusammenhang sie mit der Biographie der Person stehen.

Lernforscher haben herausgefunden, dass durch den kreativen Umgang mit der Biografie einer gewählten Person beide Gehirnhälften aktiviert werden: die linke arbeitet analytisch und stützt logisch-rationales Denken, die rechte Gehirnhälfte ist z. B. auch für Emotionen und Kreativität zuständig. Durch die Beteiligung möglichst vieler Sinne – was beim Ausarbeiten und Gestalten des Museumskoffers passiert – werden beide Gehirnhälften miteinander verknüpft und so wird ein besserer und intensiverer Lernprozess erreicht. Durch das künstlerische Gestalten sollen Wirklichkeiten erfahrbar werden, wofür die hier entstandenen Museumskoffer ein tolles Beispiel sind.

    

 

Am Freitag nahmen alle Schülerinnen und Schüler des Wahlpflichtbereiches Niederländisch an einer Theatervorstellung in niederländischer Sprache teil.